Amazon, Google, Facebook, Apple – Aktien dieser Unternehmen an den Kapitalmärkten zu zeichnen ist zugegebenermaßen keine große Herausforderung. Doch haben Sie sich einmal gefragt, warum Sie nicht früher auf diese Unternehmen aufmerksam wurden und investiert haben? Wir alle kennen doch Geschichten von Menschen, die mit einem kleinem Investment in junge Unternehmen wahnsinnige Renditen erwirtschafteten. Wer vor zwanzig Jahren 5000 US-Dollar in Amazon investiert hätte, hätte mit seinem Investment heute mehr als 2.5 Millionen US-Dollar erzielt.

Doch wie können Privatanleger, Family Offices und institutionelle Investoren aus Europa Kapital in US-Tech Startups investieren? Und vor allem: Wie entdeckt und bewertet man aussichtsreiche Technologie-Startups aus den frühzeitig? Wie können wir heute das Amazon von morgen entdecken?

 

Bevor wir einen kurzen Überblick über den Themenkomplex geben, wollen wir ganz vorne starten und kurz einige zentrale Begriffe und Rahmenbedingungen klären, die für das weitere Verständnis zentral sind.

 

Venture Capital: Kennzeichen, Investoren-Typen & ein internationaler Vergleich

1. Was ist “Wagniskapital” überhaupt?

Der aus dem englischen stammende Begriff “Venture Capital” (kurz “VC)” wird ins Deutsche als “Wagnis- oder Risikokapital” bzw. (positiver) als Chancenkapital oder Beteiligungskapital übersetzt. Kennzeichnend für VC-Finanzierungen ist, dass sie in der Regel als Anschubfinanzierung in einer frühen Phase des Startups dient, in dem dem Unternehmen aufgrund der noch fehlenden Eigenkapitalbasis und der relativ hohen Risiken der Weg zum klassischen Kapitalmarkt bzw. der gestellten Eigenkapitalanforderungen für Börsengänge (IPOs) verschlossen ist. Kurz: Anleger die früh bzw. bereits vor einem Börsengang in Unternehmen investieren, haben ein höheres Risiko, aber auch enorme Renditechancen.

Risikokapitalfinanzierungen unterscheiden sich von der klassischen Bankenfinanzierung insb. dadurch, dass der Kapitalgeber auf die Bereitstellung von Sicherheiten verzichtet und das Investment langfristig auf Eigenkapitalbasis angelegt ist – der Investor wird somit mit seiner Kapitalgabe (haftender) Partner des Unternehmens, erhält Mitsprache- und Kontrollrechte und leistet (bestenfalls) aktive Management-Unterstützung (Venture Management).

 

2. Wer investiert Wagniskapital in Startups und junge Wachstumsunternehmen?

Betrachtet man den VC-Markt näher, so lassen sich folgende Gruppen von VC-Investoren unterscheiden:

  • Business Angels / Family Offices: Privat-Investoren, die wirtschaftlich erfolgreich und zum Teil unternehmerisch erfahren sind und mit ihrem Investment neben Kapital (je nach Grad des Engagements) auch Erfahrung und Kontakte einbringen. Prominente Beispiele sind beispielsweise der ehemalige Fußballnationalspieler & Weltmeister Philipp Lahm und die inzwischen mehr als 1.500 zumeist unbekannten sog. “Family Offices” wohlhabender Familien in Deutschland.

 

  • VC-Gesellschaften: Gesellschaften, die Kapital von Anlegern gesammelt über Fonds bzw. Dachfonds mit meist spezifischem Branchenfokus in unterschiedlichen Unternehmensphasen investieren. Bekannteste Beispiele sind die deutschen VC-Gesellschaften Capnamic Ventures und eVentures, sowie die kalifornischen VCs* Sequoia Capital, Andreesen Horrowitz und Accel Partners. (*Fun Fact: Der Großteil der erfolgreichsten internationalen VCs sitzt in genau einem Straßenzug namens “Sand Hill Road” in Palo Alto – Gründer aus der ganzen Welt pilgern hier her um Kapital zur Verwirklichung ihres Traums zu erhalten).

 

  • Industrielle Investoren (Corporate Venture Capital, CVC): Unternehmen, die sich meist als strategische Investoren gemeinsam mit einem institutionellen Investor frühzeitig Zugang zu branchenrelevanten Technologien erkaufen oder sich bewusst Marktanteile abseits des Kerngeschäfts sichern wollen und mit ihrem Investment Erfahrung, Marktzugang und Netzwerke öffnen können. Beispiele sind das die CVCs Bertelsmann Digital Media Investments oder Tengelmann Ventures.

 

  • Inkubatoren/Acceleratoren: Einrichtungen, die die Entwicklung von Startups und Gründern in der Anfangsphase durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten und (eher geringen) finanziellen Mitteln für den Zeitraum von wenigen Monaten gegen eine stark variierende Beteiligung von 5-20% unterstützen. Träger sind Unternehmen/CVCs, Hochschulen oder Einrichtungen der Bundesländer. Eines der erfolgreichsten Beispiele ist der kalifornische YCombinator, 500Startups oder das Lab1886 von Daimler in Stuttgart.

 

  • Öffentliche VC Fonds: Mittelständige Beteiligungsgesellschaften oder (teil)staatliche Förderinstitute, die regelmäßig mit politischem Auftrag auf Bundes- oder Landesebene einen Beitrag zur Stärkung der Volkswirtschaft leisten und an zahlreiche regulatorische und gemeinschaftsrechtliche Rahmenbedingungen gebunden sind. Bekannte Beispiele sind der High-Tech-Gründerfonds (HGTF) und das NSeed-Programm der Niedersächsischen Landesbank.

 

3. Ein Vergleich: Wagniskapital in Europa und den USA

Nie zuvor war der VC-Markt derart attraktiv für Anleger: weltweit wurde im ersten Quartal 2018 49,3 Mrd. US-Dollar investiert und damit fast doppelt soviel wie im gleichen Quartal des Vorjahres (Details s. Venture Pulse Studie von KPMG). Auffällig dabei: in den USA wird gemessen am pro Kopf Bruttoinlandsprodukt acht- bis dreizehn mal mehr Risikokapital in junge Unternehmen investiert.  Die Gründe hierfür liegen einerseits in der unterschiedlichen, risikoaffineren Kultur der Amerikaner und in regulatorischen Rahmenbedingungen. Während in den USA bereits in den 70er Jahren der VC-Markt durch den Gesetzgeber für Pensionsfonds und Versicherungen geöffnet wurde (Lockerung der sog. “Prude Man Rule”), ist diese Asset-Klasse für diese finanzstarken Anleger weitgehend verschlossen. Verstärkend kommt hinzu, dass es in Europa aufgrund der fragmentierten Gesetzgebung der Mitgliedstaaten keinen wirklichen “einheitlichen VC-Markt” für cross-border Investments gibt. Ein Missstand, den es zukünftig auf politischer Ebene zu beseitigen gilt, um den Standort Europa attraktiver für Tech-Startups zu machen.

 

Wie Privatanleger und Investoren bereits vor dem Börsengang  in US-Startups investieren können

Interessante (vorbörsliche) Beteiligungsmöglichkeiten gibt es auf der ganzen Welt und ja, wir brauchen eine stärkere VC-Kultur in Deutschland. Definitiv. Und das lieber heute als morgen. Auch in Deutschland gibt es unzählige Möglichkeiten in frühen Phasen in Startups zu investieren: Crowdfunding-Plattformen, Business Angel Netzwerke, Gründer-Meetups & -Netzwerke, VC Fonds, regionale Wirtschaftsförderungen und auch Landesbanken als Co-Finanziers sind immer auf der Suche nach interessierten Anlegern. Die Möglichkeiten sind vielfältig, doch hierauf einzugehen würde den Rahmen sprengen (Kontaktieren Sie uns bei Fragen gerne und wir vermitteln entsprechend).

 

Doch wie investiere ich in Tech-Startups aus den USA und insbesondere aus dem Silicon Valley? Bestenfalls noch vor dem Börsengang? Die gute Nachricht: es ist einfacher als gedacht. Nachfolgend stellen wir einige Möglichkeiten vor (nicht abschließend):

  • Sharepost: Die weltweit führende Plattform für den Handel von Startup-Unternehmensanteilen “Sharepost” hat über 100.000 Mitglieder und wickelte seit ihrer Gründung ein Volumen von 2 Mrd. Euro ab. Grundvoraussetzung: Aus Gründen des Anlegerschutzes müssen Sie als sog. “akkreditierter Investor” bei der US-amerikanischen Finanzaufsicht registriert sein. Dies können Sie ab einem Nettovermögen von über einer Mio. USD oder einem jährl. Einkommen von mind. 300.000 USD. Die Anteilsausgabe erfolgt ab sechsstelligen Beträgen. Weiterführende Informationen finden Sie auf den Internetseiten der SEC. Für alle, die die Voraussetzungen nicht erfüllen gibt es mit dem Sharepost100 ein Fonds-Produkt, dessen Renditen sich durchaus sehen lassen können.

 

  • FundersClub: Ein Marktplatz, auf dem akkreditierte Investoren Anteile an Risikokapitalfonds mit Branchen- und Themenfokus erwerben können. Das Venturing-Team des Unternehmens selektiert weltweit early-stage Startups und verspricht durch seine langjährigen engen Kontakte zu VCs, Inkubatoren und den Gründer-Teams Zugang zu attraktiven Startups.

 

  • Angellist: Die Digitalisierung der Finanzindustrie machte auch vor der VC-Szene nicht halt. Angellist demokratisiert für Gründer den Zugang zu Investoren und bietet Investoren (nur mit SEC Akkreditierung) die Möglichkeit, Startups aktiv zu screenen. Auf der inzwischen auch bei internationalen Gründern und Business Angels sehr beliebten Plattform erstellen Startups ein Profil mit relevanten Informationen. Investoren können die Plattform gezielt nach Branchen durchsuchen oder sich mit Startups vernetzen lassen. Interessant bei Angellist: Investoren können sich einzeln an Unternehmen beteiligen, oder aber sich in Syndikaten mit teils prominenten Kapitalgebern wie Tim Ferris oder dem Angellist-Gründer Naval Ravikant anschließen und gemeinsam investieren. Die Plattform eignet sich für alle nicht SEC-Investoren auch, um einfach mal einen Eindruck vom VC-geschäft zu bekommen und Unternehmen zu scouten. Und ja, Spaß macht es auch! 😉

 

  • Exklusive Matchmaking-Programme: In den USA gibt es zahlreiche Inkubatoren bzw. Acceleratoren, d.h. auf die Förderung von Startups spezialisierte Unternehmen, die die Gründerteams über einen gewissen Zeitraum mit bestmöglichem Mentoring und einer Anschubfinanzierung versorgen und Anlegern im Anschluss bei sog. “Demo Days” ermöglichen, in die meist weitaus fitteren und vorselektierten Unternehmen zu investieren. Zielgruppe sind Privatanleger, Family Offices, CVCs sowie auch für institutionelle Investoren. Folgende Unternehmen gehören zu den Bekanntesten ihrer Art:

 

  • Besuch in einem der legendären “Startup Houses” im Silicon Valley: Gründer aus der ganzen Welt pilgern auf der Suche nach Kapital ins Silicon Valley. Aufgrund der hohen Mieten, der ganz besonderen Atmosphäre und des ansteckenden Arbeitsklimas mieten sich viele dieser Gründer in einer des sog. “Startup Botschaften” ein: Häuser, die in der Regel von erfolgreichen Unternehmern oder Tech-Executives angemietet bzw. gekauft und für eine vergleichsweise günstige Miete ausschließlich an Startup Gründer auf Kapitalsuche zur Verfügung gestellt werden. Man arbeitet, netzwerkt und unterstützt sich gegenseitig. Eine Gemeinschaft, mit ganz besonderem Drive und in BBQs und Veranstaltungen auch offen für interessierte ist. Wichtig: Hier muss man sich an die Spielregeln halten. Offenheit, Toleranz, Dialog auf Augenhöhe und Pay-it-Forward sind die Grundlage dieser Gemeinschaft und gerade als Gast sollte man sich an diese Spielregeln halten. Dann erwartet einenen eine wahnsinnig positive Athmoshpäre.

 

  • Gezieltes Startup- und Technologie-Screening: Unternehmen, die über eine eigene Corporate Venturing Abteilung verfügen und denen es an Marktzugang und Kontakten in die USA fehlt, sowie kleinere und mittelständische Firmen, die keine Venturing Ressourcen für ein detailliertes Scouting haben, aber aus strategischen Gründen gezielt nach einer Stärkung des Kerngeschäfts durch neue Technologien suchen oder aber ein neues (digitales) Geschäft aufbauen bzw. sich an einem solchen beteiligen wollen, helfen einige wenige Corporate Venturing Dienstleister. Zunächst sollten gemeinsam Investment-Ziele und -Strategien erarbeitet, Problembereiche im Kerngeschäft definiert und entsprechende Technologien am Markt gescoutet werden. In einem zweiten Schritt wird (bestenfalls durch eine gute regionale Vernetzung) Kontakt zu Startup-Unternehmen aufgenommen und dann im weiteren Vorgehen in detaillierten Gesprächen gescreent. Wichtig: Scouten sie auch vor Ort um die Gründerpersönlichkeiten persönlich einschätzen zu können. Es empfiehlt sich hierbei mit mehreren Fachabteilungen (insb. Finance/ M&A, Technik & Strategie) gemeinsam ins Silicon Valley zu reisen und Startups nach einem selektiven Vor-Scouting sehr gut vorbereitet zu besuchen. Wichtig: lernen Sie zuvor die geschriebenen und ungeschriebenen Grundregeln des Silicon Valley kennen – nur so können Sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sprechen Sie uns bei Interesse gerne an und wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten eines Startup- und Tech-Scoutings im Silicon Valley auf. Als Spezialist für Silicon Valley Touren und Tech-Scoutings begleiteten wir bereits einige Firmen. Sehen Sie sich gerne unsere Referenzen an.

 

  • Initial Coin Offerings (ICOs): Eine interessante und sehr risikoreiche neue Möglichkeit vorbörslicher Tech-Investments ist ein sog. ICO (initial coin offering). Ein ICO ist eine unregulierte Methode des Crowdfundings, die von Firmen verwendet wird, deren Geschäftsmodell auf sog. distributed ledger Technologien (“Blockchains”) basiert. In einem Initial Coin Offering wird ein Anteil einer neu emittierten Kryptowährung an Anleger im Austausch gegen Kryptowährungen oder staatliche Fiat-Währungen verkauft. Es ist jedoch besondere Vorsicht geboten: im Rahmen des Crypto-Hypes verloren bei ICOs viele Anleger ihr Geld an dubiose Scheinfirmen. Dennoch gibt es etliche seriöse Startups mit solidem Geschäftsmodell und sehr aussichtsreichen Zukunftsaussichten, die über diesen Weg Kapital einsammeln. ICOs können die Finanzierung von Startups erheblich vereinfachen und gelten als eine der bahnbrechendsten zukünftigen Finanzierungsinstrumente. Richtig genutzt kann ihr gesellschaftlicher und volkswirtschaftlicher Einfluss enorm sein und die Technologie befindet sich derzeit in ihren Anfängen. Wie immer gilt: frühzeitig den Markt zu beobachten kann enorm lukrativ sein. Aber: prüfe sorgfältig! Dabei helfen die folgenden Quellen:

 

  • Equity Token Plattformen (ETOs) bzw. Security Tokens (STOs): Einen neuen revolutionären Weg beschreitet das Startup Neufund: mit sog. Equity Token Offerings (ETOs) will das Unternehmen einen sicheren Weg der ICO-Finanzierung ermöglichen. Investoren erwerben dabei anders als beim reinen ICO Rechte am Unternehmen, die der deutschen Gesetzgebung unterliegen und damit ein neues Sicherheitslevel versprechen. Die Plattform prüft Unternehmen zunächst und vermittelt dann zwischen Investoren und Unternehmen. Zu den Geldgebern zählt der TV-Investor Frank Thelen. Ein sehr interessantes Projekt, dass zukünftig für einige Furore in der Finanzierungs-Landschaft sorgen wird.

 

Startup-Unternehmen screenen & bewerten  

Wenn Sie selbst über aktuelle Entwicklungen der Szene auf dem Laufenden bleiben wollen, sollten Sie in einem ersten Schritt dafür sorgen, dass sämtliche News zu Ihnen kommen. Hierbei erleichtert Ihnen das Tool Feedly die Einbindung mehrerer Blogs und News-Seiten in einen Desktop- oder App-Feed. Ein guter effektiver Workflow.

 

Die wichtigsten News-Quellen, um auch aus Deutschland heraus aktuell zu bleiben und Informationen aus der US-Startup- und -Tech-Szene zu erhalten sind:

 

Angenommen Sie haben also ein interessantes Unternehmen ausfindig gemacht. Worauf sollte man bei einer ersten initialen Bewertung achten?

Eines vorab: das Thema ist erwartbar komplex und würde sicherlich den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Im Grundsatz gilt: vorbei sind auch bei Tech-Startups die Zeiten, in denen fiktive Kennzahlen wie Website-Besuche, Klick-Raten oder die Anzahl an Social Media Followern zur Bewertung von Wachstumsunternehmen herangezogen wurden. Wie in der etablierten Finanzwelt haben sich auch bei Tech-Startups klare betriebswirtschaftliche Bewertungs-Methoden und -Kennzahlen durchgesetzt. Die wichtigsten Indikatoren wollen wir zur Orientierung nachfolgend kurz darstellen:

  • Vision: Was ist die langfristige Vision des Unternehmens?
  • Problem:
    • Welches Problem löst das Unternehmen?
    • Auf welcher Ebene ist dieses Problem relevant? Wie relevant?
  • Geschäftsmodell:
    • Pricing: Abo, Fixpreis, Freemium etc.?
    • Verbindlichkeiten
    • Skalierbarkeit
    • Finanzierung, Cap-Table
    • Internationalisierbarkeit
    • Rechtliche Rahmenbedingungen national und international
  • Growth: Umsatzwachstum (auch month-over-month)
    • wichtig: gerade bei Saas-Unternehmen (Software-as-a-Service) dreht der Cashflow anfangs häufig ins Negative. Man bezeichnet dies als sog. Hockey-Stick-Effect, da sich (wie beim Hockey-Schläger) der Cashflow eines Unternehmens aufgrund der Akquise-Kosten gerade im Erfolgsfall schnell wachsender Unternehmen anfänglich schnell ins Negative umkehrt, bevor monatlich wiederkehrende Umsätze die Erlöse stark ansteigen lassen, Wartungs- und Entwicklungsinvestitionen sinken und Plattform-Dynamiken eintreten.
  • Deckungsbeitragsmargen
  • Bruttomargen
    • wichtig: bedeutender bei Internet-Unternehmen als reines Umsatzwachstum, denn Bruttomargen ermöglichen Investitionen und Wachstum
  • Nettoerträge
    • wichtig: Die Plattform-Ökonomie führt bei Technologie-Unternehmen und Geschäftsmodellen im Internet dazu, dass ganze Branchen und Segmente von einem, manchmal zwei Unternehmen dominiert werden: Wer kennt weitere CRM Anbieter neben Salesforce, Marktplätze neben Amazon und E-Bay oder die E-Mobility-Pioniere neben Tesla? Zugunsten von Wachstum wird daher auf positive Nettoerträge anfangs ganz bewusst verzichtet.
  • Kündigungsraten (sog. Churn-Rates)
  • Marketing-Spendings (insb. CAS)
    • wichtig: Customer-Acquisition Costs bzw. Average Cost of Sale (AcoS)
  • Customer-Lifetime-Value (CLV)
  • Relation Umsätze pro Kopf
    • wichtig: gerade bei Internet-Unternehmen ein sicherer Indikator für Skalierbarkeit
  • Namhafte und erfahrene Investoren
    • wichtig: erfahren nicht verwechseln mit “prominent”
  • Marktentwicklungen
    • wichtige Fragestellung: Welche Träger-Technologien und Unternehmen können für die Weiterentwicklung einer Technologie oder des Portfolios einer der Tech-Riesen zukünftig wertvoll sein? Hier empfiehlt es sich Branchen-News zu verfolgen und die Strategien der Tech-Konzerne zu verstehen.
  • Team
  • Produkt (Innovationsgrad, Funktionalität, Stabilität, Design & Usability)
  • IP-Lage

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag einen Überblick über das Thema Venture Capital geben konnten und Ihnen unbekannte Möglichkeiten, Plattformen und Entwicklungen die den meisten europäischen Anlegern und Interessierten noch völlig unbekannt sind aufzeigen konnten. Startup-Investments sind risikoreiche Investitionen in die Zukunft: egal ob sie ihr Kerngeschäft mit neuen Technologien stärken, ein neues (digitales) Geschäft an sich binden oder einfach frische Ideen die Sie begeistern unterstützen wollen – immer gilt: prüfen sie sorgfältig, gehen Sie in den persönlichen Kontakt und haben Sie Freude am Prozess. Enjoy the ride & viel Erfolg!

 

P.S.: Ein guter Sales-Man sollte seinen Blog-Beitrag jetzt mit einem klaren Sales-Call-to-Action beenden. Wir finden das in diesem Kontext als albern, denn Sie wissen, dass Sie diesen Blogartikel auf silicon-valley-tour.de – einem Anbieter für individuelle und branchenspezifische Technologie-Reisen und Startup-Scouting Touren – lesen. Lassen Sie uns lieber über das Thema diskutieren: Wir würden uns daher freuen, wenn Sie uns ihre Ansicht, Anregungen, Erfahrungen und Fragen zukommen lassen.

P.P.S.: Wir wollen gemeinsam der Frage nachgehen, was das Tal südlich von San Francisco so einzigartig erfolgreich macht und wie auch wir die Silicon-Valley-Mentalität mit unseren eigenen Stärken kombinieren können. In unserem Medienformat “Inside Silicon Valley” teilen wir unsere Eindrücke, Konzepte und Erfahrungen aus den Innovation-Hotspots dieser Welt auf Facebook, LinkedIN & Instagram. Folgen Sie mir gerne auch persönlich auf meinem LinkedIN-Profil – ich freue mich, Sie kennenzulernen.

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